2026
Veranstaltungen für
Verantwortlich für diese Seite: Andreas Fischer
Bereitgestellt: 18.12.2017
Weihnachtsgottesdienst mit Abendmahl: «Siehe, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären», Hagar und Ismael II
Pfarrperson: Pfr. Andreas Fischer
Musik: Rani Orenstein (Klavier) und Ayelet Kari (Flöte)
Kollekte: Verein Anker
Wir feiern dieser Tage Seniorenadvent, Dorfweihnacht, Altersheimweihnacht. Jedes Mal wird die Weihnachtsgeschichte vorgelesen: „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde…“ (Lukasevangelium 2)
Den Predigten an Heiligabend und Weihnachten soll ein anderer Text zugrunde liegen. Er ist völlig unbekannt und gerade so geeignet, die Weihnachtsbotschaft neu und un-erhört hörbar zu machen.
Die ungewohnte Textauswahl ist u.a. der Tatsache geschuldet, dass dieses Jahr der jüdische Pianist Rani Orenstein, gemeinsam mit der in Kaiseraugst wohnhaften Sopranistin Karen Haverbeck (Heiligabend) sowie mit seiner Frau, der Flötistin Ayelet Kari (Weihnacht), die Gottesdienste musikalisch gestalten wird.
Und auch die Flüchtlingsthematik, die uns im zu Ende gehenden Jahr auch vor Ort beschäftigt hat (u.a. Gründung des Vereins „Freiwillige Asyl Kaiseraugst“, Ausstellung im Kirchgemeindehaus mit Werken von Künstlern, die im Kaiseraugster Asylzentrum wohnen » https://www.ref-rheinfelden.ch/bericht/919) hat die Textwahl beeinflusst. Also:
In der Genesis, dem ersten Buch des Ersten (Alten) Testaments (das, im Gegensatz zum Neuen Testament, Juden und Christen gemeinsam ist), wird folgende Geschichte erzählt:
Die ägyptische Sklavin Hagar, schwanger von Abraham, flieht vor der Härte ihrer Herrin in die Wüste. Dort wird ihr mit Worten, die an die Ankündigung der Geburt Jesu erinnern, ein Sohn verheissen (Genesis 16). Bald darauf wird sie von Abraham vertrieben. Wieder ist sie in der Wüste, das Wasser geht aus, ihr eigenes und das Leben ihres Sohnes sind gefährdet (Gen. 21). Die Szene erinnert an die Gefährdung Jesu und die darauf folgende Flucht der Familie gen Ägypten – und auch an die Menschen, die dieser Tage auf der Flucht sind.
Die Geschichte von Hagar und Ismael entzieht der Weihnacht jede Patina. Hier wird die Weihnachtsbotschaft ganz ohne Kitsch hörbar. Sie lautet seit Ismaels und Jesu Zeiten und bis zu heutigen Tag:
Gott hört die Stimme jener, die gefährdet sind. Und Gott ist mit ihnen, in der Wüste, wie bei Hagar, in der Nacht, wie bei Josef.
Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten, die selbstverständlich auch einzeln besucht werden können!
Andreas Fischer
Den Predigten an Heiligabend und Weihnachten soll ein anderer Text zugrunde liegen. Er ist völlig unbekannt und gerade so geeignet, die Weihnachtsbotschaft neu und un-erhört hörbar zu machen.
Die ungewohnte Textauswahl ist u.a. der Tatsache geschuldet, dass dieses Jahr der jüdische Pianist Rani Orenstein, gemeinsam mit der in Kaiseraugst wohnhaften Sopranistin Karen Haverbeck (Heiligabend) sowie mit seiner Frau, der Flötistin Ayelet Kari (Weihnacht), die Gottesdienste musikalisch gestalten wird.
Und auch die Flüchtlingsthematik, die uns im zu Ende gehenden Jahr auch vor Ort beschäftigt hat (u.a. Gründung des Vereins „Freiwillige Asyl Kaiseraugst“, Ausstellung im Kirchgemeindehaus mit Werken von Künstlern, die im Kaiseraugster Asylzentrum wohnen » https://www.ref-rheinfelden.ch/bericht/919) hat die Textwahl beeinflusst. Also:
In der Genesis, dem ersten Buch des Ersten (Alten) Testaments (das, im Gegensatz zum Neuen Testament, Juden und Christen gemeinsam ist), wird folgende Geschichte erzählt:
Die ägyptische Sklavin Hagar, schwanger von Abraham, flieht vor der Härte ihrer Herrin in die Wüste. Dort wird ihr mit Worten, die an die Ankündigung der Geburt Jesu erinnern, ein Sohn verheissen (Genesis 16). Bald darauf wird sie von Abraham vertrieben. Wieder ist sie in der Wüste, das Wasser geht aus, ihr eigenes und das Leben ihres Sohnes sind gefährdet (Gen. 21). Die Szene erinnert an die Gefährdung Jesu und die darauf folgende Flucht der Familie gen Ägypten – und auch an die Menschen, die dieser Tage auf der Flucht sind.
Die Geschichte von Hagar und Ismael entzieht der Weihnacht jede Patina. Hier wird die Weihnachtsbotschaft ganz ohne Kitsch hörbar. Sie lautet seit Ismaels und Jesu Zeiten und bis zu heutigen Tag:
Gott hört die Stimme jener, die gefährdet sind. Und Gott ist mit ihnen, in der Wüste, wie bei Hagar, in der Nacht, wie bei Josef.
Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten, die selbstverständlich auch einzeln besucht werden können!
Andreas Fischer
Kontakt: Pfr. Andreas Fischer



