Gottesdienst

Sonnenuntergang über dem Rhein<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-rheinfelden.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>553</div><div class='bid' style='display:none;'>4471</div><div class='usr' style='display:none;'>68</div>
Pfarrperson: Andreas Fischer
Predigttext: Jesus und Nikodemus im Nachtgespräch (Johannes 3, 1-9)
Musik: Rani Orenstein
Kollekte: Wasserprojekt Helvetas
1) Rani Orenstein wird Nocturnes von Chopin spielen.

2) Wir werden wunderbare Abendlieder singen:

„Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen“ (605, 1-5)
„Nun ruhen alle Wälder“ (594, 1-4.8)
„Bleib bei mir, Herr“ (603, 1-5)
„Der Mond ist aufgegangen“ (599, 1-3.5.7)

Ab 18.15 Uhr besteht die Möglichkeit, die Lieder mehrstimmig zu üben. Herzliche Einladung dazu!

3) Predigen werde ich, passend zur Tageszeit, über das Nachtgespräch von Nikodemus und Jesus (bzw. einen Auszug daraus: Johannes 3, 1-9). Der Text arbeitet mit dem für das Vierte Evangelium typischen Missverständnismotiv. Seine Auslegung durch den zeitgenössischen Neutestamentler Klaus Wengst finde ich bedenkenswert:

„Nikodemus hat durchaus verstanden, aber will im Entscheidenden nicht verstehen. Er hat begriffen, dass Jesu Aussage einen in seiner Radikalität nicht mehr zu überbietenden Neuanfang meint. Aber er schiebt solchen Neuanfang ins Illusionäre. So schön es wäre, noch einmal völlig neu anfangen zu dürfen ohne die Last der bisherigen Lebensgeschichte, die man sich aufgebürdet hat und die einem aufgebürdet worden ist, so gehört so etwas für Nikodemus offenbar doch in den Bereich religiöser Träumerei: Ein Greis kann keinen neuen Anfang nehmen; ein Greis hat eine lange Lebensgeschichte hinter sich, die ihn unausweichlich geprägt und geformt hat, von der er schlechterdings nicht mehr loskommen kann. Eine neue Geburt gibt es für ihn nicht. – In Nikodemus spricht also auch der nüchterne Realist. Er zieht die äußerste Konsequenz aus dem, was Jesus gesagt hat. Er zieht sie bis ins Absurde. Das tut er nicht, um selbst etwas Absurdes zu sagen, sondern um die Absurdität der Aussage Jesu zu erweisen, um diese Aussage gegenüber den bestehenden harten Realitäten als Illusion bloßzustellen. Er ist Realist, insofern er mit der Unabänderlichkeit des faktischen Weltlaufs im Grundsätzlichen rechnet, mit den ‚Gegebenheiten‘.“
Kontakt: Pfr. Andreas Fischer
aktualisiert mit kirchenweb.ch
Autor: Andreas Fischer