DAG - Der Andere Gottesdienst

DAG (Foto: Klaus-Christian Hirte)
Musik: Nina Haugen
Mitwirkung: Vokalensemble "DAG"
Gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf

Über die Lebenskunst, das eigene Alter anzunehmen und zu gestalten

Vicco von Bülow, alias Loriot, hat mal gesagt: Kaum geboren, ist man schon achtzig. Die Bibel beschreibt es so: Der Mensch blüht auf wie eine Blume auf dem Felde, wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da. Das wir Menschen ein so rasch vergehendes Leben führen, macht uns zu schaffen. Die Angst vor dem Älterwerden und Altsein lässt ganze Wirtschaftszweige erblühen: Kosmetik- und Pharmaindustrie, Schönheitschirurgen und was noch alles. In diesem Gottesdienst wollen wir darüber nachdenken wie es gelingen kann, das eigene Lebensalter anzunehmen und zu gestalten. Denn es ist eine Lebenskunst, das was uns eng macht, aufzugeben und auch im Alter neue Räume zu betreten. Denn nicht die Jahre in unserem Leben zählen, sondern das Leben in unseren Jahren. Was wir aus der Lebenszeit, in der wir uns gerade befinden, machen. Ob wir es geniessen können, was Gott uns tagtäglich bereitstellt und schenkt.
Viele wollen heute leben, ohne zu altern. Dabei altern sie in Wirklichkeit, ohne zu leben. Es gibt junge Menschen, die schon wie Greise sind und altgewordene, die sich eine erstaunliche Jugendlichkeit bewahrt haben. Warum? Weil in ihnen ein Feuer brennt, eine Liebe zum Leben, zum Dasein, zum Geniessen, die nicht an ein biologisches Lebensalter geknüpft ist. Und dass trotz aller mitunter gesundheitlicher Einschränkungen, die sich im Alter einstellen. Insofern hat Joachim Fuchsberger recht, der gesagt hat: „Alt werden ist nichts für Feiglinge.“
Musikalisch gestaltet wird dieser Gottesdienst durch einen Projektchor unter Leitung von Nina Haugen
Kontakt: Pfr. Klaus-Christian Hirte