"Heaven is a Wonderful Place": Gottesdienst mit dem Gospelchor

Momente — Wandbehang im Kirchgemeindehaus Kaiseraugst (Foto: Jutta Wurm)
Musik: Assel Abilseitova; Gospelchor unter der Leitung von Akira Tachikawa
Kollekte: Sophie Blocher Haus
In einem langen Gespräch erzählte mir » Akira Tachikawa, der Dirigent unseres Gospelchors, kürzlich sehr offen davon, wie er schon als Kind Angst vor dem Tod hatte. Die Reinkarnationslehre, wie sie ihm durch den Buddhismus in Japan vermittelt worden war, überzeuge ihn nicht wirklich. Später habe er viele Bücher gelesen, in denen Leute aufgrund von Erleuchtungs- und Nahtoderfahrungen genau zu wissen glauben, wie es im Jenseits aussehe. Doch die Zweifel bleiben. Er beneide seine Frau, eine bulgarisch-orthodoxe Christin, für ihre Gewissheit, dass es ein Leben nach dem Tod gebe.

Das persönliche Statement zeigt: Die Debatte, die Jesus einst mit den Sadduzäern über die Auferstehung führte (Mk 12, 18-27; Text siehe unten), ist auch heute noch aktuell. Darüber werde ich – im Rahmen der » Predigtreihe zum Markusevangelium – im Gottesdienst zu predigen versuchen. Ausserdem singen wir Osterlieder, und der Gospelchor singt Songs wie: „Heaven is a wonderful place“ ("Der Himmel ist ein wundervoller Ort").

Text: Zur Frage nach der Auferstehung der Toten: Mk 12, 18-27

18 Und es kommen Sadduzäer zu ihm, die behaupten, es gebe keine Auferstehung; und sie fragten ihn: 19 Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn einem der Bruder stirbt und eine Frau zurücklässt und kein Kind hinterlässt, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken. 20 Nun waren da sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau, und als er starb, hinterliess er keine Nachkommen. 21 Da nahm sie der zweite und starb, ohne Nachkommen zu hinterlassen, und ebenso der dritte. 22 Und alle sieben hinterliessen keine Nachkommen. Zuletzt, nach allen andern, starb auch die Frau. 23 In der Auferstehung nun, wenn sie auferstehen - wessen Frau wird sie sein? Alle sieben haben sie ja zur Frau gehabt.

24 Jesus sagte zu ihnen: Irrt ihr nicht darum, weil ihr weder die Schriften noch die Macht Gottes kennt? 25 Wenn sie nämlich von den Toten auferstehen, heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel. 26 Was aber die Toten betrifft, wenn sie auferweckt werden - habt ihr nicht gelesen im Buch des Mose, in der Geschichte vom Dornbusch, wie Gott zu ihm gesagt hat: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? 27 Er ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden. Ihr irrt sehr.
Kontakt: Pfr. Andreas Fischer