"Auch die Hunde unter dem Tisch essen von den Brotkrumen der Kinder": Gottesdienst mit Predigt über Mk 7, 24-30 (Jesu Sinneswandel in der Begegnung mit einer griechischen Frau)

Evangelist Markus mit seinem Symbol, dem Löwen (Foto: Andreas Fischer)
Musik: Assel Abilseitova
Kollekte: Peace Watch
Schroff weist Jesus die Bitte einer griechischen - also: "heidnischen" - Frau ab, er möge ihre Tochter heilen: "Lass zuerst die Kinder satt werden, denn es ist nicht recht, den Kindern das Brot wegzunehmen und es den Hunden hinzuwerfen." Die rhetorisch geschickte Antwort der Frau lautet: "Herr, die Hunde unter dem Tisch fressen ja auch von dem, was die Kinder fallen lassen." Darauf ändert Jesus - was sonst nirgends geschieht im Neuen Testament - seinen Sinn.

"Sehr zu beachten bleibt, dass hier eine nichtjüdische Frau als vorbildlich Glaubende gezeichnet wird, die Jesu Sinnesänderung bewirkt. Sie gesellt sich zu den anderen Frauen im Markus-Evangelium, deren Glaube ohne jede Einschränkung positiv dargestellt wird - die männlichen Jünger darin weit überragend." (Peter Dschulnigg)

Herzliche Einladung zum Gottesdienst mit Predigt im Rahmen des » Markus-Zyklus!

Andreas Fischer

Die Begegnung mit der Syrophönizierin: Mk 7, 24-30

24 Von dort aber brach er auf und begab sich in das Gebiet von Tyrus. Und er ging in ein Haus hinein und wollte, dass niemand es erfahre. Doch er konnte nicht verborgen bleiben, 25 sondern sogleich hörte eine Frau von ihm, deren Töchterchen einen unreinen Geist hatte. Die kam und warf sich ihm zu Füssen. 26 Die Frau aber war Griechin, Syrophönizierin von Herkunft. Und sie bat ihn, den Dämon aus ihrer Tochter auszutreiben. 27 Da sagte er zu ihr: Lass zuerst die Kinder satt werden, denn es ist nicht recht, den Kindern das Brot wegzunehmen und es den Hunden hinzuwerfen. 28 Sie aber entgegnet ihm und sagt: Herr, die Hunde unter dem Tisch fressen ja ohnehin von dem, was die Kinder fallen lassen. 29 Und er sagte zu ihr: Um dieses Wortes willen geh, der Dämon ist aus deiner Tochter ausgefahren. 30 Da ging sie nach Hause und fand das Kind auf dem Bett liegen, und der Dämon war ausgefahren.
Kontakt: Pfr. Andreas Fischer