Konfirmation in Kaiseraugst: "Zämme stark"

Musik: Marta Casulleras
Kollekte: Konfirmationskollekte
Hashtag Normal hiess die Mannschaft, die am Konfestival für Kaiseraugst spielte. Es war ihr ein Anliegen, ohne Arroganz und Extravaganz, ohne Grossmäuler und Primadonnen aufzutreten. Sondern konzentriert, fokussiert und effizient durch Gruppen- und K.O.-Phase dem einzig erstrebenswerten Ziel entgegenzulaufen:

Den Pokal ins Römerdorf zu holen.

Etwas Show war dann doch dabei. Emanuel überlief schwindelerregend schnell seine Gegner, der polysportive Yannick zog das Spiel elegant nach linksaussen, Sandro, der Kleinste, sprang am Höchsten, Kevin räumte als guter alter Libero mit kompletter Coolness hinten auf und nahm Ronan im Tor jede Arbeit ab. Oxanna – unser Rheinfelder Stareinkauf – brillierte mit Übersicht und Spielverständnis. Die Fans – die Girls, der Pfarrer und dessen Frau hatten viel Grund zum Jubeln. Auch der Final wurde souverän gewonnen. Und auch das Thema für die Konfirmation war quasi ein Selbstläufer. „Zämme stark“ wurde mit grosser Mehrheit gewählt, ein paar nachdenklichere Themen, die der Pfarrer ins Prozedere eingespielt hatte – „Geboren, um zu leben“, „Who am I?“, „WWJD“ („What would Jesus do?“ – wurden weggewischt wie die Gegner auf dem Fussballfeld.

Jenu, der Pfarrer wird auch zu diesem Thema Nachdenkliches zu sagen wissen.

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden

Ich danke euch sehr für dieses Jahr. Für eure Bereitschaft, einen Teil eurer Lebenszeit in den gemeinsamen Weg zu investieren. Die anregenden Gespräche. Euer Interesse. Eure jugendliche Lebensenergie. Und dass ihr manchmal, wenn es dem alternden Pfarrer zuviel wurde, auch ein paar Minuten lang mucksmäuschen still wart. Wenn euch das eine oder andere aus dem Konfjahr in Erinnerung bleibt – das Unser Vater, die Festtage im Kirchenjahr, die Begegnungen mit der Frau, die Häftlinge im Todestrakt in den USA besucht, der Asylbewerberin, der Leiterin unserer Seniorenresidenz, die über Sterben und Tod sprach, dem Psychologen, der mit uns meditierte usw. – dann bin ich sehr zufrieden. Und ich freue mich sehr, den „Rite de passage“ („Übergangsritus“) mit euch feiern zu dürfen. Hoffe, dass ihr mich weiterhin grüsst, wenn wir uns auf der Strasse sehen. Und möchte dies doch noch gesagt haben: Wenn jemand ein Anliegen hat: The door is always open, nicht nur am Sonntagmorgen.

Bhüet eu Gott!

Andreas Fischer
Kontakt: Pfr. Andreas Fischer
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Autor: Andreas Fischer