Pfingst-Gottesdienst mit Abendmahl: „Ich werde meinen Geist ausgiessen über alles Fleisch“

en:Herrad of Landsberg [Public domain], via Wikime — Hortus Deliciarum, Pfingsten: Die Aussendung des Heiligen Geistes auf die Apostel, circa 1180 (Foto: en:Herrad of Landsberg [Public domain], via Wikime)
Musik: Rani Orenstein
Mitwirkung: Solenn‘ Lavanant Linke, Gesang
Kollekte: Kantonal: Mission 21
An Pfingsten, fünfzig Tage nach Ostern, ereignen sich seltsame Dinge. Ein Brausen geht durch die Welt, Feuerzungen lassen sich auf den Jesusjüngern nieder, diese fangen an, in fremden „Zungen“ (Sprachen) zu reden, lallen, singen. Die Aussenstehenden, die es miterleben, sind ratlos. Sie vermuten, dass die Geistergriffenen voll süssen Weines seien (Apostelgeschichte 2, 1-13).

Doch Petrus, der Wortführer der Jünger, wendet ein, es sei doch erst neun Uhr morgens. Da könne man noch nicht betrunken sein. Und dann schwingt er aus zu einer prophetischen Rede, die ihrerseits basiert auf einer Weissagung des Propheten Joel über „jenen Tag“. Diese redet von Visionen und Träumen, Sonnenfinsternissen und Blutmonden und wirkt insgesamt nicht minder ekstatisch als das Pfingstereignis im Neuen Testament.

Was geschieht an „jenem Tag“?

Ich weiss es nicht; der Heilige Geist ist und bleibt unverfügbar. Gewiss ist einzig die biblische Basis, über die ich zu predigen versuche: Apostelgeschichte 2, 14-21 (Neues Testament) und Joel 3, 1-5 (Altes Testament). Und dass ein Ad hoc-Chor „Shalom. Peace“ und „Veni Sancte Spiritus“ singt. Und unser jüdischer Kirchenmusiker Rani Orenstein gemeinsam mit der Sopranistin Solenn‘ Lavanant Linke wunderbare Musik vorträgt, anlässlich von Pfingsten, dem jüdischen Fest Shavuot.
Kontakt: Pfr. Andreas Fischer