„Niemand merkt, was im Stall geschieht“: Weihnachtsgottesdienst mit Abendmahl

wikimedia commons_Geulina163 (Foto: Andreas Fischer)
Musik: Assel Abilseitova, Klavier; Sergio Marrini, Geige; "Camerata Giovale Basel"
Kollekte: Gassenküche Basel CHF 378.20
„Niemand merkt, was im Stall geschieht“, schreibt Martin Luther sinngemäss über die Weihnacht. Und bringt damit, nebenbei, die pastorale Befindlichkeit im Gottesdienst am Weihnachtsmorgen zum Ausdruck. Es sind stets sorgfältig, auch zeitintensiv vorbereitete Feiern, die aber kaum frequentiert werden. Wer mag schon nach den Bescherungen in der guten Stube im trauten Heim und der Christmette scho wieder z Chile gaa?!

Nun, Gottesdienste im kleinen Kreis um die Krippe können ganz wunderbar sein. Dieses Jahr indessen spielt unsere Pianistin Assel Abilseitova nicht nur mit dem – ich weiss, die Metapher passt nicht zur Weihnacht, bringt aber die unglaublichen Qualitäten des Genannten zum Ausdruck – Teufelsgeiger Sergio Marrini, sondern auch mit der von ihm ins Leben gerufenen „Camerata Giovale“.

Die "Camerata Giovale" kommt und spielt UNENTGELTLICH, EINFACH SO!

Ich Semi- oder Pseudo-Lateiner meinte zunächst, „Giovale“ habe etwas mit „Jugend“ zu tun („Juventus Turin“). Doch „Giovale“, habe ich mir erklären lassen, bedeutet „heiter“ und „fröhlich“. Das kleine Ensemble will Freude an der Musik vermitteln und hat selber, spürbar, Spass am Musizieren. Es betont, ein Amateurorchester zu sein und dass Fehler erlaubt seien. Nichtsdestotrotz kann ich bezeugen, dass das Ensemble auf hohem Niveau spielt. Und auch mein Error ist nicht kreuzfalsch: Die Truppe ist jung!

Ich wünsche nicht nur mir, sondern auch ihr trotz der Weihnachtsbaisse ein paar Zuhörende! Also herzlich willkommen z Chile, alle „homines bonae voluntatis“ („Menschen guten Willens“, wie es in der Weihnachtsgeschichte heisst)!
Kontakt: Pfr. Andreas Fischer