„Du krönst das Jahr mit deiner Güte“ – Abendgottesdienst zu Psalm 65

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Musik: Marta Casulleras
Kollekte: Stiftung Theodora
Der Psalm wurde ursprünglich an Rosch haSchana gesungen, dem jüdischen Neujahrsfest. Es ist ein tief innerlicher („du erhörst das Gebet“), kosmisch weiter („du Zuversicht aller Enden der Erde“) und satt sinnlicher („von Segen trieft dein Tritt“) Gesang.

„Es wird Zeit“, heisst es in einem Kommentar, „dass wir Menschen dieses Lied der Natur wieder hören – und mitsingen“.

Das tun wir, ein paar Tage nach Jahresbeginn: Der Psalm wird gelesen, ausgelegt und gesungen, u.a. in einem Ad hoc-Chor nach der Komposition des deutsch-jüdischen Musikers Louis Lewandowski (1821-1894).

Herzliche Einladung!

Andreas Fischer

(Wer im Ad hoc-Chor mitsingen möchte, melde sich bei mir. Wir proben am Mittwoch, 22. Januar um 19.15 Uhr im Kirchgemeindehaus.
Wer sich inhaltlich mit dem Psalm befassen möchte, sei auf das Bibelteilen am gleichen Tag um 12.15 Uhr im Pfarrhaus hingewiesen.)

Psalm 65:

1 Für den Chormeister. Ein Psalm Davids. Ein Lied.
2 Lobpreis gebührt dir,
du Gott auf dem Zion,
und dir erfülle man Gelübde,
3 der du das Gebet erhörst.
Zu dir kommt alles Fleisch
4 um der Sünden willen.
Zu schwer lasten unsere Vergehen auf uns,
du allein kannst sie vergeben.
5 Wohl dem, den du erwählst und nahen lässt,
der in deinen Vorhöfen wohnen darf.
Sättigen wollen wir uns an den guten Gaben deines Hauses,
an der Heiligkeit deines Tempels.
6 Mit furchterregenden Taten antwortest du uns in Gerechtigkeit,
Gott unserer Hilfe,
du Zuversicht aller Enden der Erde
und des fernsten Meeres,
7 der die Berge gründet in seiner Kraft,
sich mit Macht umgürtet,
8 der das Brausen der Meere stillt,
das Brausen ihrer Wellen und das Tosen der Völker.
9 Darum fürchten sich die Bewohner der Enden der Erde
vor deinen Zeichen,
die Pforten des Morgens und Abends lässt du jubeln.
10 Du hast dich des Landes angenommen und ihm Überfluss geschenkt,
du machtest es überreich.
Voll Wasser ist der Bach Gottes;
du bereitest ihnen ihr Getreide, so richtest du es her.
11 Du wässerst seine Furchen, ebnest seine Schollen,
mit Regenschauern weichst du es auf und segnest sein Gewächs.
12 Du hast das Jahr mit deiner Güte gekrönt,
und deine Spuren triefen von Fett.
13 Es triefen die Auen der Steppe,
und mit Jubel gürten sich die Hügel.
14 Die Weiden kleiden sich mit Herden,
und die Täler hüllen sich in Korn,
sie jauchzen sich zu, und sie singen.
Kontakt: Pfr. Andreas Fischer