Gottesdienst zum "neuen Gebot der Liebe" (Joh. 13, 31-35), mit Barth und Mozart

Glockenturm Kaiseraugst<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-rheinfelden.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>553</div><div class='bid' style='display:none;'>7011</div><div class='usr' style='display:none;'>68</div>
Musik: Marta Casulleras
Kollekte: Hospizverein
Bald, am 10. Dezember, jährt sich der Todestag des grossen reformierten Theologen Karl Barth (1886-1968) zum 50. Mal. In einer Predigthilfe befasste er sich mit Joh. 13, 31-35 ("Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander lieben sollt"), einem der in der damaligen Perikopenordnung für den "Vorletzten Sonntag des Kirchenjahres" vorgesehenen Bibeltexte.

Der kommende Sonntag, 18. November, ist der vorletzte Sonntag in diesem Kirchenjahr - der letzte wird dann der Ewigkeitssonntag am 25. November sein; mit dem ersten Advent beginnt das neue Kirchenjahr.

Das scheint mir ein geeigneter Anlass zu sein, mich in der Predigt mit der entsprechenden Perikope zu befassen, mit Bezug auf Barths Überlegungen, die mit den folgenden Zitaten angedeutet seien:

"Dass Gott ihn liebt und dass er Gott wieder lieben darf, das kann Keiner dem Anderen offenbaren... Es gibt keine (vielleicht durch Überredung, vielleicht durch Suggestion zu vollziehende) Übertragung dieses Geschehens und dieser Freiheit von einem Menschen auf den anderen."

"Zwischen Mensch und Mensch (und in aller Unvollkommenheit dessen, was ein Mensch für den anderen sein und tun kann) widerspiegelt sich tatsächlich das Geschehen zwischen Gott und Mensch."

"So greift hier Alles ineinander, so ruft hier Eines nach dem Anderen: die Liebe Gottes nach des Christen Liebe zu ihm, und beide miteinander nach der Liebe, in der sich die Christen gegenseitig lieben werden."

"Man darf weder die Gnade noch den Heiligen Geist noch den Glauben an die Vergebung der Sünden gegen die entscheidende Bedeutung der Nächstenliebe ausspielen."

In Gedenken an den glühenden Mozartverehrer Karl Barth wird unsere Pianistin Marta Casulleras Musik von Wolfgang Amadeus Mozart spielen.

Herzliche Einladung zum Gottesdienst!

Andreas Fischer

Und übrigens: In einer Soirée am Vorabend des 50. Todestags, findet im Kirchgemeindehaus Kaiseraugst ein Konzert mit Musik von Mozart statt, gespielt von Marta Casulleras, Klavier, Etele Dosa, Klarinette, und Katya Polin, Viola, mit eingespielten Texten von Karl Barth zu Mozart (Beispiel siehe unten).

Sonntag, 9. Dezember, 19.15 Uhr. Save the date!

"Mozarts Musik ist im Unterschied zu der von Bach keine Botschaft und im Unterschied zu der von Beethoven kein Lebensbeichte. Mozart musiziert keine Lehren und erst recht nicht sich selbst. … Mozart will nichts sagen, er singt und klingt nur eben. Mozart spielt und spielt… Und so drängt er dem Hörer nichts auf, verlangt von ihm keine Entscheidungen und Stellungnahmen, gibt ihn nur eben frei. Die Freude an ihm beginnt wohl damit, dass man sich das gefallen lässt." (Karl Barth)
Kontakt: Pfr. Andreas Fischer
aktualisiert mit kirchenweb.ch
Autor: Andreas Fischer     Besuche: 6 heute, 46 Monat