Ein Gottesdienst im Zeichen vom Teilen

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Im Gottesdienst Plus am 11. November ging es hauptsächlich ums Teilen. Nicht nur wurde in einer Theaterdarbietung der Mantel jenes Soldaten in zwei geteilt, nach welchem unzählige Kirchen, darunter auch die Stadtkirche von Rheinfelden, genannt wurden.
Leszek Ruszkowski,
Im Rahmen der Feier am Martinstag teilte Streetworkerin Lilian Senn ihre traurige, stellenweise regelrecht beklemmende und doch letztlich mutmachende Geschichte mit der grossen Gemeinde. „Wenn du kein Geld hast, verlierst du nicht nur das Dach über dem Kopf, sondern auch deine Freunde“ berichtete die ehemalige Wohnungslose aus eigener Erfahrung. Pfarrerin Christine Ruszkowski teilte mit der Gemeinde eine Entdeckung. „Wenn wir teilen, gehen uns die Augen auf und wir sehen Jesus im anderen Menschen. Genau das ist doch die Erfahrung der Jünger von Emmaus, die im Moment des Teilens zu sehen beginnen“ sagte sie in ihrer Predigt. Dass es aber zum Teilen ein ungeteites Herz braucht, wurde unter anderem durch ein eindrückliches Symbolbild deutlich, das über dem Taufstein hing und die Blicke auf sich zog. Geteilt wurden weiter – wie in jedem Gottesdienst – auch Gebete und Lieder. Die kleinsten Gottesdienstteilnehmerinnen bestiegen eifrig das Podest, um sichtbar und hörbar bei einem ihrer Lieblingssongs mitzumachen. Zu guter Letzt wurde ein leckeres Gericht geteilt: Schnupfnudeln mit Sauerkraut. Eine Pfanne mit über 1 Meter Durchmesser wurde von der Gemeinde mit viel Appetit leer gegessen. Am Schluss blieb nur noch der Sauerkrautgeruch in der Kirche hängen. Eine Gottesdienstbesucherin meinte dazu: „Das habe ich lieber als Weihrauch“. „Aber ich meine es nicht antikatholisch“ fügte sie noch hinzu, bevor sie, geistig und körperlich gestärkt, ihres Weges zog.
aktualisiert mit kirchenweb.ch
Erstellt von: Leszek Ruszkowski     Bereitgestellt: 11.11.2018