Rückblick auf den Gottesdienst Plus "Stolpersteine" am 31. Oktober

IMGP6715 (Foto: Christine Ruszkowski-Hauri)
Mitten im Kirchenschiff begrüsste ein kleiner Felsbrocken die vielen GottesdienstbesucherInnen – im wahrsten Sinn ein Stolperstein...
Christine Ruszkowski-Hauri,
Beinahe zum Stolperstein wurde dann auch das erste Lied „Hewenu Shalom“, das die Relikinder, zusammen mit der Band und der Gemeinde sangen. Das Lied begann langsam, wurde schneller und schneller und endete schliesslich mit einem herzhaften Applaus und fröhlichen Gesichtern.
Pfarrerin Christine Ruszkowski berichtete danach vom „Stolperstein von Raschid“, über den das Pferd eines Offiziers in Ägypten gestolpert war, vor über zweihundert Jahren. Dank diesem spektakulären Fund konnten in der Folge die ägyptischem Hieroglyphen entziffern werden. Fazit: Stolpersteine sind nicht nur ärgerlich. Sie können hie und da auch zu ganz neuen Einsichten verhelfen.
Das Chiletheater überraschte mit einem Anspiel in zwei Versionen, die aufzeigten, dass der Wunsch nach einem Vorzeige-Glauben ebenso zum Stolperstein werden kann wie die Angst vor dem eigenen Versagen.
Während einem tollen Blues der Chileband waren alle eingeladen, sich über Stolpersteine im eigenen Leben Gedanken zu machen. In der anschliessenden Predigt wurden die menschlichen Stolpersteine näher beleuchtet und in Beziehung gesetzt zum bekannten Wort von Jesus: Den Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden„ (Mt 21,42). Auch die herausfordernde Botschaft von Jesus kann uns manchmal zum Stolperstein werden. Und doch verhält es sich ähnlich wie beim Stein von Raschid: Wer sich auf diese Botschaft einlässt, dem können sich ganz neue Welten auftun.
Schön, dass nach der langen Pause der Gottesdienst Plus wieder in gewohnter Form stattfinden konnte – mit Mittagessen direkt in der wunderschön herbstlich geschmückten Kirche: In grossen Kreisen machten es sich die Leute bequem und genossen die feinen Älplermakkaroni, die das Kochteam frisch zubereitetet hatte. Nach so viel stolpern und wieder aufstehen - und nach der Zeitumstellung – konnte sich niemand über mangelnden Appetit beklagen.

Herzlichen Dank allen, die zum Gelingen dieses Gottesdienstes beigetragen haben!

Christine Ruszkowski
GD+ Stolpersteine Okt 21
01.11.2021
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