Der Pilgerweg zwischen Geschichte und Gottes Schöpfung

20190908_152331 - Kopie<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-rheinfelden.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>724</div><div class='bid' style='display:none;'>8676</div><div class='usr' style='display:none;'>41</div>

Seit 20 Jahren gibt es in unserer Kirchgemeinde die Pilgerwanderung. Einige Menschen machen sich gemeinsam auf den Weg. Erinnerungen an Vergangenes und die Natur bilden die Kulisse für einen inneren Weg jedes einzelnen. Ein Stück Gemeinschaft entsteht im Gespräch wie im Schweigen.
Leszek Ruszkowski,
Die Anfahrtstrecken verkürzen sich allmählich, als die jährliche zweitägige Wanderung zwischen Genf und Schaffhausen sich dem Aargau nähert.

Diese Strecke war vor ca. 300 Jahren eine der wichtigsten Fluchtrouten der französischen Protestanten, der Hugenotten. Am ersten Wochenende im September waren wieder zahlreiche Pilgerinnen und Pilger unterwegs. Dabei standen Natur-, Gruppenerlebnis und die Spiritualität im Zentrum.

Peter Schoch und Peter Bretscher haben mit der Planung der diesjährigen Etappe begonnen, als die letzte zu Ende war. Von dieser Vorarbeit durften über dreissig Pilgerinnen und Pilger profitieren, die sich am Wochenende auf den Weg machten. Dieser führte von Büren an der Aare nach Aarwangen. Bei der Waldhütte von Aetigkofen genossen die ausgehungerten Wanderer eine ausgedehnte Pause, wo für sie Bratwurst grilliert wurde. Diese wunderbare Bescherung gespendet von Peter und Theres zum 20. Jubiläum der Pilgerwanderung wurde mit grosser Begeisterung aufgenommen. Als Grillmeister stellten sich ihre Freunde Silvia und Ruedi zur Verfügung. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön! In Mühlendorf hielten wir eine Andacht zur Schöpfungsgeschichte aus dem 1. Mosebuch.

Die Übernachtung in Solothurn kann man als einen ökumenischen Abstecher betrachten, denn die Hugenotten machten damals einen grossen Bogen um die katholische Hochburg. Für unsere grosse Gruppe bot aber die Kantonshauptstadt genug Übernachtungsplätze.

Am Sonntag folgte die Route zu einem grossen Teil dem Verlauf der Aare. Einen Gottesdienst hielten wir in der Kirche in Wangen. Dabei teilten die Teilnehmenden ihre Gedanken und Erlebnisse von unterwegs. Und wir teilten miteinander Brot, Traubensaft und die Hoffnung auf die Erneuerung unserer Welt.

Trotz düsteren Prognosen für das Wochenende sind wir fast trocken ans Ziel in Aarwangen angekommen. Die wenigen Regentropfen, waren willkommen als Beweis, dass Regenschirme und Pelerinen (Umhang des pèlerin!) nicht umsonst mitgenommen wurden.
aktualisiert mit kirchenweb.ch
Bereitgestellt: 03.09.2019