Sommerlager

IMG_1918<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-rheinfelden.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>716</div><div class='bid' style='display:none;'>8089</div><div class='usr' style='display:none;'>66</div>

Und schon ist unser Sommerlager wieder vorbei. Oder doch nicht? Zum Thema „Zeitreise“ verbrachten wir die Woche von 6.-13. Juli in Wengen. Dazu trafen wir uns am Samstag am Bahnhof in Rheinfelden. Bei der Begrüssung und der Vorstellung des Lagerthemas wurden wir von jemandem unterbrochen: Professor Doktor J. Anthenus. Er fragte uns, ob wir auch richtige Zeitreisen unternehmen könnten. Wir verneinten. „Aber spannend wäre es. Und wenn man in jeder Zeit etwas mitnehmen würde, könnte man das sicher teuer verkaufen in der Gegenwart.“ meinte einer unserer Leiter. So brachten wir scheinbar den Professor auf eine Idee und er verschwand spurlos. Nur sein Arbeitsjournal mit den Bauplänen für eine Zeitmaschine blieb am Bahnhof zurück.
Sandra Buser,
Da wir ihm sein Heft gerne zurückgeben wollten, bauten wir, im Lagerhaus angekommen, als erstes die Zeitmaschine nach. So konnten wir ihm mit dem ganzen Haus über Nacht in die Steinzeit folgen.

Aber auf der ganztägigen Wanderung am Sonntag fanden wir ihn nicht. Erst am Abend, als wir uns ausführlich mit Höhlenmalereien beschäftigten, fanden wir den Hinweis, dass Anthenus weiter ins antike Griechenland gereist war. Somit war auch unser nächstes Ziel klar.

In Griechenland mussten wir bei der Olympiade aushelfen, da Kyrios zu wenige Athleten hatte. Leider konnte auch das die Götter nicht besänftigen, da der Professor Poseidon seinen Dreizack geklaut hatte. Nun wussten wir, dass wir ihn auf eine dumme Idee gebracht hatten, zumal in seinem Journal stand, wie schlecht es um seine Finanzen steht. Das wurde nun zu unserer Mission: Anthenus aufhalten! Aber zuerst mussten wir die Götter besänftigen, damit sie uns sagten, wohin er weitergereist ist. Das geschah mit Brownies backen für Poseidon, Bilder malen für Athene und Gedichte schreiben für Zeus. Hier ein Beispiel:
Hallo liebe Götter
Wir sind uns unserer Schuld bewusst
und wissen von eurem Frust.
Nun wollen wir wieder alles gut machen,
damit alle wieder kräftig lachen.
Wir werden unser Bestes geben,
Könnt ihr uns dann vielleicht vergeben?
Heute machten wir eine Olympiade,
hoffentlich habt ihr zugeschaut, sonst wäre es schade.
Für euch haben wir auch Bilder gemalt,
sie haben bis zu euch hinauf gestrahlt.
Wir entschuldigen uns von Herzen,
für die verursachten Schmerzen.
Wir schicken in den Himmel viele Gedanken,
und möchten uns für euer Verständnis bedanken.

Durch den Hinweis der Götter landeten wir dann im Mittelalter. Dieser Tag startete mit einer Messe, bevor Zeit, Land und Leute weiter unter die Lupe genommen wurden. Da Anthenus aber dem König seine Krone gestohlen hatte, waren die Menschen aus dieser Zeit nicht gerade hilfsbereit, weiteren Fremden gegenüber. Und als wir endlich bis ins Schloss vorgedrungen waren, war der König geflohen. Somit blieb uns nichts anderes übrig, als einen gemütlichen Spieleabend zu machen und uns auf einen weiteren Tag im Mittelalter einzustellen. Wir wussten ja nicht, wohin wir nun reisen sollten. Kaum waren alle im Bett gab es plötzlich eine grosse Aufregung und einen Hinweis wo der König war. So standen wir alle wieder auf und folgten der Spur in den Wald. Der gefundene König gab uns dann den Hinweis, dass wir nun in die Zukunft sollten. Also warfen wir mitten in der Nacht doch noch die Zeitmaschine an.

Über den folgenden Tag gibt es unterschiedliche Berichte. Für die Leiter ist klar, dass es ein ganz normaler Tag war, wie jeder andere Lagertag im Sommerlager 2018 in Prêles auch, aber die Teilnehmenden behaupten immer noch, sie hätten um 9 Uhr morgens Spaghetti essen müssen und das Frühstück wäre erst am Nachmittag um 16 Uhr gewesen, aber das wäre ja verrückt…

Donnerstag: Ankunft in der Zukunft. Da wird immer noch Fussball gespielt, wär hätte das gedacht. Den Nachmittag verbrachten wir an dem Spiel „Tribute von Wengen“. Da unser verrückter Professor die Siegesmünzen aus dem Wilden Westen nicht stehlen konnte, reiste er selber dahin, um sich welche zu besorgen.

Im Wilden Westen angekommen, befanden wir uns mitten in einem Streit zwischen den Indianern und den Cowboys. Jeder beschuldigte den Anderen, seine Kopfbedeckung gestohlen zu haben. Aber wir wussten ja, wer das gewesen sein musste. Leider konnten wir sie nicht auf Anhieb davon überzeugen und so gab es am Morgen einen sportlichen Wettstreit und am Nachmittag ein Rennen zwischen einer Lokomotive und einem Pferd, bis endlich geklärt war, dass keiner etwas dafür kann, ausser Anthenus. Den Abend verbrachten alle gemeinsam im Saloon und wir feierten bis tief in die Nacht. Nun wurde auch der Entschluss gefasst, dass wir den Professor nie einholen würden und es nur noch eine Möglichkeit gab, ihn aufzuhalten: zurückzureisen zu unserem Ausgangspunkt und ihn nicht auf dumme Gedanken bringen.

Also haben wir unsere sieben Sachen gepackt, das Lagerhaus aufgeräumt und geputzt und sind wieder nach Rheinfelden gefahren. Und tatsächlich: als alle Kinder, Leitende und Eltern im grossen Kreis standen, kam Professor Doktor J. Anthenus mit seinem Arbeitsjournal vorbei und fragte uns: „Habt ihr Zeitreisen gesagt?“ Wir haben verneint. Und er ging einfach weiter.
Und somit wäre das das Ende unseres Sommerlagers…
… oder doch erst der Anfang?

Ich kann dem Team nicht genug danken für die grosse Arbeit im vornherein und den Einsatz während der Woche!
Dem Küchenteam: Fabian Jaggi und Debby Wiebe.
Dem Leitendenteam: Céline Saner, Nils, Aaron und Erik Ammann, Lukas und Jonas Ruszkowski, Ella Bühler, Sonja Müller, Noemi Bätscher und Shania Bayard.
Den Hilfsleiterinnen und Hilfsleitern: Etienne Wili, Rohan Senften, Pascal Natter, Yannick Willi, Silas Ruszkowski, Jasmin Mennet, Jana Schindler, Enya Pietzonka und Joëlle Aellig.
Sandra Buser, Jugendarbeiterin
Sommerlager 2019
200 Bilder
Fotografin Sandra Buser
200 Bilder
aktualisiert mit kirchenweb.ch
Bereitgestellt: 18.07.2019