Die Sürmelgugge bringt Schwung ins Gässli

Sürmelgugge mit der 80-jährigen Ottilia<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-rheinfelden.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>693</div><div class='bid' style='display:none;'>7612</div><div class='usr' style='display:none;'>86</div>

Die Sürmelgugge aus Magden begeistert auch dieses Jahr wieder mit schwungvoller Musik zum Fastnacht-Gottesdienst. Durch die Feier führte die 80-jährige Ottilia, die kurzerhand den Platz von Pfrn. Schmid einnahm.
Stefanie Schmid,
Lebhaft gings im Gässli zu und her, als die Mitglieder der Sürmelgugge mit fetzigen Klängen den Gottesdienst eröffneten. Anstelle von Pfrn. Schmid trat die ergraute Ottilia auf die Kanzel, die selbstbewusst erklärte: Nur in ihrem reifen Alter von stolzen 80 Jahren könne man diesen Anlass moderieren, da hierzu besondere Weisheit nötig sei. Eine Kostprobe ihrer Intelligenz lieferte Ottilia in der Beschreibung der Schöpfungsgeschichte wie sie "wirklich geschehen ist." Gott habe sich bei der Erschaffung von Himmel, Erde, Tier und Mensch durch allerlei Widrigkeiten hindurch kämpfen müssen. Die Meerestiere machten einfach, was sie wollten: "Ein Fisch biss dem Herrgott in die Waden und er knurrte: Was für ein Saftladen... Dann lieber ein goldiges, kleines Schwein, aber das macht dem Schöpfer an das Bein." Gott beschliesst sich nicht entmutigen zu lassen, sondern sich an die Krone der Schöpfung heranzuwagen: Den Menschen. Wagemutig hantiert er mit Lehm und schafft es tatsächlich Adam und Eva zu formen. Nicht übel gelungen, die beiden, wie Gott findet. Nur Adam scheint das anders zu sehen. Gelangweilt nölt er los: "Lass uns etwas Schwung in die Bude bringen - wir könnten zum Beispiel etwas singen." Und so gibt er mit lauter Stimme das berühmte Lied Mani Matters zum Besten: E löl, e blöde siech, e glünggi und e sürmel, hei einisch zäme krach gha..." Diese Darbietung inspiriert Gott, seine Namensgebung der ersten Menschen zu überdenken und sie Sürmel und Sürmelin zu nennen.
Die alte Ottilia schliesst ihre Ausführungen mit den weisen Worten: "Nun wisst ihr, wie es wirklich war, mit dem ersten Menschenpaar. Sürmel, das sind ganz besondere Leute, an denen sich schon der Herrgott erfreute."


aktualisiert mit kirchenweb.ch
Bereitgestellt: 03.03.2019