Barth und Mozart

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Am Sonntag, 9. Dezember um 19.15 Uhr findet im reformierten Kirchgemeindehaus Kaiseraugst eine Soirée mit Musik von W.A. Mozart und Texten von Karl Barth zu Mozart statt. Anlass ist der 50. Todestag des grossen Theologen und Mozartverehrers Barth (1886-1968) am 10. Dezember.
Andreas Fischer,
Karl Barth, der als „Kirchenvater des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet wird, hörte zeitlebens fast ausschliesslich Mozart. Dem sonst in der Theologenzunft verehrten J.S. Bach unterstellte Barth ein „allzu absichtliches, allzu kunstvolles ‚Verkündigenwollen‘“. An Mozart hingegen zog ihn das „von solcher Absichtlichkeit freie, reine Spiel“ an.

Barths Verehrung für den „Unvergleichlichen“ schlug sich u.a. nieder in einem „Dankbrief an Mozart“ und, ja!, einem „Bekenntnis zu Mozart“. Darin schreibt Barth, er werde sich, wenn er je in den Himmel kommen sollte, „dort zunächst nach Mozart und dann erst nach Augustin und Thomas, nach Luther, Calvin und Schleiermacher erkundigen“.

Ganz verwundern würde es einen nicht, wenn sich die beiden genial-heiteren Geister etwas abseits von den vereinten himmlischen Chören bei Billard-Spiel und Bier vergnügen würden – und sich der Ewige selber lieber zu ihnen als auf den höchsten Thron setzte.

Einst werden wir unsererseits entsprechende Erkundigungen einholen können. Doch vorerst soll, im Rahmen dieser Soirée hier unten auf Erden, etwas von der „Kunst des freien Spielens“ in Mozarts Musik und Barths Worten hörbar werden.

Unsere Pianistin Marta Casulleras, Klavier, spielt gemeinsam mit Etele Dosa, Klarinette, und Katya Polin, Viola – beide sind Solisten des renommierten Basler Kammerorchesters – das "Kegelstatt"-Trio in Es-Dur, KV 498, und den dritten Satz aus dem Klarinettenkonzert in A-Dur, KV 622. Letzteren hat Marta Casulleras selber für die Besetzung arrangiert.

Ich selber werde zwischen den Musikstücken Texte von Karl Barth zu Mozart lesen. Der Eintritt ist frei, beim Ausgang stehen Kollektenkörbchen. Zum Ausklang gibt’s einen Apéro.

Herzliche Einladung!

Andreas Fischer
aktualisiert mit kirchenweb.ch
Erstellt von: Andreas Fischer     Bereitgestellt: 05.12.2018