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LOCATION:Stiftkirche Olsberg\, Chloster\, 4305 Olsberg
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DESCRIPTION:Am Sonntag\, 27. August um 19 Uhr findet in der Stiftskirche
  ein „DAG – Der andere Gottesdienst“ statt. Thema sind Niklaus von
  Flüe und dessen Frau Dorothea. Musikalisch wird die Feier von Susan
  Schell gestaltet\, der ehemaligen Sängerin des Trios Peter\, Sue & Marc.
 \n\n2017 ist nicht nur Reformations-\, sondern auch Bruder
  Klausen-Gedenkjahr. Der grosse Mystiker lebte von 1417-1487\, kam also
  vor genau 600 Jahren zur Welt. Sein Gebet („Mein Herr und mein Gott…
  Nimm mich mir / und gib mich ganz zu eigen dir“) dient dem DAG als
  Leitfaden. Die Feier findet\, thematisch passend\, in der stimmungsvollen
  Stiftskirche Olsberg statt.\n\nNicht nur Niklaus\, auch seine Frau
  Dorothea von Flüe wird zur Sprache kommen. Niklaus und Dorothea von
  Flüe repräsentieren die beiden Richtungen eines spirituellen Wegs: Er
  führt einerseits hinaus aus der Welt\, in die Freiheit von materiellen
  und emotionalen Bindungen\, hin zur Einheit mit Gott. Das ist der Weg von
  Bruder Klaus. Doch es gibt auch den umgekehrten. Er führt nicht hinaus
  aus der Welt\, sondern hinein in den Alltag. Wer\, wie Dorothea\, auf
  sich allein gestellt Kinder zu erziehen und einen Haushalt zu bewältigen
  hat\, findet kaum Zeit zum Gebet. Es sei denn\, der Alltag werde selber
  zum Gebet. Und Gott finde sich nicht nur in der Abgeschiedenheit\,
  sondern mitten im Erdenleben.\n\nMusikalisch gestaltet die Feier Susan
  Schell – gemeinsam mit meiner Frau Jutta Wurm. Dass die ehemalige
  Sängerin von Peter\, Sue & Marc das Thema des DAG auf authentische und
  inspirierende Weise zu interpretieren vermag\, wird aus dem
  untenstehenden Porträt („Die Stimme der Seele“) ersichtlich. Im
  Namen des Vorbereitungsteams lädt zum DAG herzlich ein:\n\nAndreas
  Fischer\n\nDie Stimme der Seele\n\nWer ihr breites Berndeutsch hört\,
  vermutet nicht\, dass sie als Kind amerikanisch redete. Ihr
  unprätentiöses Wesen lässt nicht darauf schliessen\, dass sie in den
  70-er Jahren ein Schlagerstar war. Und die jüdischen Wurzeln hinter
  ihrer christlichen und buddhistischen Wegsuche sind nicht offensichtlich:
  Das Leben von Susan Schell ist vielschichtig. \n\nZur Welt kommt Susan
  als Kind einer Schweizerin und eines jüdischen Arztes in New York. Der
  Vater stammt aus einer österreichischen Emigrantenfamilie. Das Schicksal
  naher Verwandter in der Shoah lastet auf seiner Seele. In Susans früher
  Kindheit ist er wegen Kriegsdienstes in Korea abwesend. Mutter und
  Tochter leben in kargen Verhältnissen in der Nähe von Harlem. Nach
  seiner Rückkehr ist der Vater ein Fremder. Es kommt zur Scheidung\, die
  Mutter zieht mit der achtjährigen Susan und deren Brüderchen Peter in
  ihre Heimatstadt Bern.\n\nMit vierzehn entdeckt Susan ihre Stimme. Bei
  einer Vortragsübung singt sie ein Lied aus „My fair lady“. Die Jungs
  grinsen\, der perplexe Lehrer ruft den Rektor und bittet um Wiederholung.
  Vier Jahre später\, 1968\, setzt sich bei einem Fest ein Gleichaltriger
  ans Klavier und intoniert ein Lied von den Bee Gees. Susan stimmt ein.
  Der Mann heisst Marcel Dietrich. Bald darauf trifft man sich zusammen mit
  einem weiteren Kollegen\, Peter Reber\, in der Wohnung von Susan. „Wir
  sangen“\, erinnert sich Susan\, „einfach drauflos\, und dann wussten
  wir: Das ist etwas.“ Als „Peter\, Sue and Marc“ wird das Trio zu
  einer der erfolgreichsten Bands der Schweiz. Die Öffentlichkeit des
  Showbusiness ist für Susan Schell oft mit Ängsten verbunden\, doch
  „bei Auftritten gab es auch diese Glücksmomente\, in denen ich den Hut
  hoch in die Luft warf und wusste: Das bin ich!“\n\nDann\, 1986\, nach
  Abschluss der Karriere\, die umgekehrte Erfahrung: „Als das alles weg
  war\, war niemand mehr da“. Der hintergründige Satz ist keine Klage
  über den Verlust an öffentlicher Aufmerksamkeit. Vielmehr meint Susan
  mit „niemand“ sich selbst. Es gibt sie\, die Sängerin Sue\, nicht
  mehr. Der Identitätsverlust ist total. Doch eben dieser Fall ins
  scheinbar Bodenlose\, sagt Susan im Rückblick\, ist eine „Erfahrung
  des Seins“ auf tiefster Ebene. Die „Seite dahinter“ sei „sinnlich
  erfahrbar“ geworden\, ihr sei „jene Welt aufgegangen\, in der
  Gegensätze eins sind und alles zusammen gehört“.\n\nDie spirituellen
  Einsichten führen zu einem künstlerischen Revival. Neue\, eigene Lieder
  entstehen\, deren Texte und Melodien nicht von Profis produziert\,
  sondern aus der Seele geboren werden. Die daraus resultierende CD
  „Manchmal“ ist\, aus der Sicht des Business\, ein
  „Achtungserfolg“.\n\nDie Offenheit für die „andere Ebene“
  verschliesst sich wieder. Was Susan in den zwanzig folgenden Jahren tut\,
  ist auf einen Nenner zu bringen: Jene Erfahrung zu er-innern\, für
  Alltag und Bewusstsein zugänglich zu machen. Sie verbringt Monate in
  einem buddhistischen Kloster in Sri Lanka\, lebt sechs Jahre in einer
  spirituellen WG in Berlin. Seit 1998 wohnt sie in Teufen. Sie singt in
  Peace Camps und Gottesdiensten\, begleitet AIDS-Kranke\, tritt als Clown
  in Altersheimen und Kinderspitälern auf. Sie meditiert\, betet\,
  praktiziert Yoga\, studiert christliche und buddhistische Schriften.
  „Freude\, Liebe\, Mitgefühl\, Klarheit\, Lebendigkeit“ sind für sie
  Stichworte erfüllten menschlichen Lebens. Manchmal wünscht sie sich die
  Strenge eines Klosters\, um diese Qualitäten ganz zur Entfaltung zu
  bringen. „Da ist“\, sinniert sie\, „noch eine Sehnsucht“.\n
 \nAndreas Fischer\n\n\nKontakt: Pfr. Andreas Fischer\n\nWeitere Infos:
  https://www.ref-rheinfelden.ch/veranstaltung/7025
SUMMARY:„Nimm mich mir\, gib mich dir“ – ein „anderer
  Gottesdienst“ mit Susan Schell
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