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LOCATION:Evang.-Ref. Kirche Rheinfelden\, Zürcherstrasse 1\, 4310
  Rheinfelden
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DESCRIPTION:Man hört nicht viel davon: Albert Schweitzer\, der berühmte
  „Urwalddoktor“\, war auch Organist\, Musikwissenschaftler\, Philosoph
  und --- Theologe.\n\nEinen – wie mir scheint\, interessanten und
  zeitgemässen – Aspekt seines theologischen Denkens nehmen wir an
  diesem Abend in den Blick: „Die Mystik des Apostels Paulus“. Im
  gleichnamigen Buch befasst sich Schweitzer mit der sog.
  „Rechtfertigungslehre“ von Paulus. Diese gilt der evangelischen
  Kirche als „articulus stantis et cadentis ecclesiae“\, als
  Grundsatz\, mit dem die Kirche steht und fällt.\n\nSchweitzer hingegen
  vertritt die These\, dass die „Rechtfertigung allein aus Glauben und
  nicht durch Werke des Gesetzes“ nur ein „Nebenkrater“ des
  paulinischen Denkens sei. Den „Hauptkrater“ bilde die „Mystik des
  Seins in Christus“.\n\nIm Rahmen eines Vortrags zum Abschluss der
  Albert Schweitzer-Ausstellung werde ich die „Mystik des Apostels
  Paulus“ von Albert Schweitzer vertieft darzustellen und theologisch
  einzuordnen versuchen.\n\nDie folgende biblische Betrachtung (erschienen
  in „dr Güggel“ 1/25) ist eine erste Annäherung\, die hoffentlich
  Ihr Interesse weckt 😊:\n\n„Nicht mehr ich lebe\, sondern Christus
  lebt in mir.“ (Gal 2\, 20)\n\nAls sei er durch die geöffneten Pforten
  ins Paradies eingetreten: So\, schreibt der Reformator Martin Luther\,
  habe er sich gefühlt\, als sich ihm der Sinn der „Rechtfertigung
  allein aus Glauben und nicht durch Werke des Gesetzes“ auftat. Die
  „Rechtfertigungslehre“ geht zurück auf den Apostel Paulus und gilt
  der evangelischen Kirche als „articulus stantis et cadentis
  ecclesiae“\, als Lehrsatz\, mit dem die Kirche steht und fällt.\n
 \nJahrhunderte nach Luther befasste sich Albert Schweitzer\, der berühmte
  Urwalddoktor\, der auch ein begnadeter Organist und\, was wenige wissen\,
  auch ein hochgelehrter Theologe war\, seinerseits mit Paulus. In einem
  500-seitigen Buch mit der Überschrift „Die Mystik des Apostels
  Paulus“ behauptet er\, steil und in scharfem Gegensatz zu Luther\, die
  Rechtfertigungslehre sei nur eine „Nebenlehre“\, ein
  „Nebentrieb“\, „ein Nebenkrater\, der sich im Hauptkrater der
  Erlösungslehre der Mystik des Seins in Christus bildet“.
  Merkwürdigerweise sei dieses „Fragment“ das\, „was an der Lehre
  des Paulus das Wirksamste wurde“.\n\nTatsächlich scheint es bei Paulus
  zwei Konzepte von Erlösung zu geben\, die nicht deckungsgleich sind. Da
  ist auf der einen Seite die Rechtfertigungslehre\, die mit juristischer
  Begrifflichkeit zum Ausdruck bringt\, dass ich\, frei von Leistung\,
  unabhängig von meinen Taten\, von Gott „gerechtfertigt“\,
  zurechtgebracht\, ins Recht gesetzt bin. Im Römerbrief heisst es in
  einem Vers\, der zum Leitsatz der Reformation geworden ist: „Wir halten
  fest: Gerecht wird ein Mensch durch den Glauben\, unabhängig von den
  Taten\, die das Gesetz fordert.“ (3\, 28)\n\nVon Paulus aber stammen
  auch diese Worte wie jenes\, das über dieser biblischen Betrachtung
  steht. Die Sprache ist hier eine ganz andere als dort\, keine
  juristische\, sondern eine mystische. Es geht um Verbundenheit\,
  Verwandlung\, da ist keine Gerechtsprechung von aussen\, sondern
  Transformation des „inneren Menschen“. Das ist es\, was Schweitzer
  mit „Mystik des Seins“ meint.\n\nNicht nur sprachlich\, auch
  inhaltlich unterscheiden sich die beiden Konzepte. Dort erfolgt die
  Erlösung durch den stellvertretenden Tod Christi\, hier gilt es\, mit
  Christus zu sterben\, um mit ihm auch mitaufzuerstehen. Sündenvergebung
  meint dann\, sagt Schweizer\, eher „Sündenvernichtung“. Es ist der
  „Alte Adam“\, das Ego\, welches im Taufwasser versenkt wird\, auf
  dass ich als neue Schöpfung wieder auftauche\, gereinigt\, geheilt\,
  durchdrungen und erfüllt von Christus-Energie\, von neuem Leben „in
  Christus“.\n\n\nKontakt: Pfr. Andreas Fischer\n\nWeitere Infos:
  https://www.ref-rheinfelden.ch/veranstaltung/16363
SUMMARY:Vortrag zu Albert Schweitzers "Die Mystik des Apostels Paulus"
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