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LOCATION:Kirchgemeindehaus Kaiseraugst\, Mühlegasse 13\, 4303 Kaiseraugst
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DESCRIPTION:Der Zweite Korintherbrief\, heisst es in der
  neutestamentlichen Forschung mit einer lustig klingenden Formulierung\,
  sei das Dokument des Apostels Paulus mit der «höchsten mystischen
  Temperatur». Als ich den Brief wieder einmal las\, entdeckte ich darin
  Sätze\, die zu meinen liebsten gehören:\n
 \nhttps://www.ref-rheinfelden.ch/veranstaltung/16162» (2. Kor 4\, 7)\n
 \n«Die Kraft zeigt sich in der Schwachheit» (2. Kor 12\, 9)\n\nMit dem
  zweiten Satz (in seinem grösseren Zusammenhang: 2. Kor 12\, 1-10)
  befasse ich mich in diesem Gottesdienst. Der Text und ein paar
  Vorüberlegungen finden sich unten.\n\nHerzliche Einladung zu einem
  nachdenklichen Gottesdienst jetzt\, in der Passionszeit!\n\nAndreas
  Fischer\n\n„Die Kraft findet ihre Vollendung am Ort der Schwachheit.“
  (2. Kor 12\, 9)\n\nEs gibt in der Bibel ein paar Gestalten\, die dieses
  Prinzip „Kraft in der Schwachheit“ mit ihrem Leben bezeugen. Mose ist
  eine von ihnen. Er sagt von sich selbst\, er sei „schwer von Zunge“\,
  d.h.\, er könne nicht gut reden. Ich erinnere mich an Zeiten – es gibt
  sie noch heute –\, in denen ich selbst „schwer von Zunge“ war\,
  kaum Worte hervorbrachte\, verstummen und mich verkriechen wollte.\n
 \nMose macht Mut\, dennoch zu reden. Und Mose mahnt zur Vorsicht\, wenn
  einem die Worte allzu geschliffen über die Lippen kommen. Schwachheit im
  rhetorischen Bereich\, das könnte bedeuten\, dass wesentliche Dinge
  manchmal stammelnd gesagt werden. Und dass es gilt\, dort besonders genau
  hinzuhören\, wo etwas leise\, unsicher\, unfertig daherkommt.\n\nAuch
  Paulus selbst hatte Schwierigkeiten mit dem Reden. In Korinth galten
  seine Briefe als gewichtig und voller Kraft\, sein persönliches
  Auftreten aber\, hiess es\, sei schwach\, und seine Rede tauge nichts
  (vgl. 2. Kor 10\, 10).\n\nNoch eine andere Form von „Schwachheit“
  erwähnt Paulus: In den Versen zuvor (2. Kor 12\, 8f.) spricht er von
  einem Stachel im Fleisch und einem Satansengel\, der ihn schlage. Was er
  damit genau meint\, bleibt unklar. Klar ist einzig: So redet jemand\, der
  extreme Schmerzen hat. Es handelt sich um irgendeine Krankheit\,
  Epilepsie vielleicht oder Migräne oder schwerer Rheumatismus. Eine
  genaue Diagnose ist unmöglich und auch nicht nötig.\n\nBedeutsam ist
  hingegen Paulus’ Umgang mit der Krankheit: Er bittet um Heilung. Sie
  tritt nicht ein. Stattdessen entdeckt er\, dass eben dieser Ort der
  Schwachheit zugleich der Ort der Kraft ist: „Am Ort der Schwachheit
  kommt die Kraft zur Vollendung.“\n\nMan sollte das nicht
  verallgemeinern. Es gibt Schmerzen\, an denen man zerbricht. Und
  keinesfalls sollte man Schmerzen idealisieren. Wir sind nicht hier auf
  Erden\, um zu leiden.\n\nIndessen gibt es das Leiden hier auf Erden. Es
  ist nicht wegzuleugnen. Es kann jeden von uns treffen\, und viele sind ja
  irgendwie davon betroffen. Paulus eröffnet einen Zugang zum Leiden\,
  über den es sich nachzudenken lohnt.\n\nIch kenne Menschen\, die von
  starken Schmerzen geplagt sind – und bei denen man den Eindruck hat\,
  durch sie\, durch ihre „Schwachheit“ hindurch wirke eine andere\,
  eine göttliche Kraft. Oder anders gesagt: durch sie hindurch leuchte ein
  anderes Licht\, das Licht des „dritten Himmels“\, des Paradieses
  (vgl. 2. Kor 12\, 2-4)\, das Paulus schon gesehen hat und das wir einst
  alle sehen werden.\n\nDen Abglanz dieses Lichts sah ich vor ein paar
  Wochen im Gesicht einer Frau\, die im Sterben lag. Der Anblick begleitet
  mich durch die Passionszeit hindurch\, auf dem Weg hin zu Ostern.\n
 \nHimmelsreisen und unsagbare Worte: 2. Kor 12\, 1-10\n\n1 Rühmen muss
  sein! Es nützt zwar nichts - trotzdem will ich auf Erscheinungen und
  Offenbarungen des Herrn zu spre-chen kommen. 2 Ich weiss von einem
  Menschen in Christus\, der wurde vor vierzehn Jahren - ob im Leib\, weiss
  ich nicht\, ob ausserhalb des Leibes\, weiss ich nicht\, Gott weiss es -
  bis in den dritten Himmel entrückt. 3 Und ich weiss von die-sem
  Menschen\, dass er - ob im Leib oder ausserhalb des Leibes\, weiss ich
  nicht\, Gott weiss es - 4 ins Paradies ent-rückt wurde und unsagbare
  Worte hörte\, die kein Mensch aussprechen darf. 5 Für den will ich mich
  rühmen; was mich selbst betrifft\, will ich mich nur meiner Schwachheit
  rühmen.\n\n6 Wollte ich mich rühmen\, würde ich damit nicht zum
  Nar-ren\, denn ich würde die Wahrheit sagen. Ich verzichte aber darauf\,
  damit niemand mir mehr zuschreibt\, als was er an mir sieht und hört - 7
  die Offenbarungen mögen noch so überwältigend sein. Darum wurde mir\,
  damit ich mich nicht überhebe\, ein Stachel ins Fleisch gegeben\, ein
  Satansengel\, der mich schlagen soll\, damit ich mich nicht überhebe. 8
  Seinetwegen habe ich den Herrn dreimal gebeten\, er möge von mir
  ablassen. 9 Und er hat mir gesagt: Du hast genug an meiner Gnade\, denn
  die Kraft findet ihre Vollendung am Ort der Schwachheit. So rühme ich
  mich lieber meiner Schwachheit\, damit die Kraft Christi bei mir Wohnung
  neh-me. 10 Darum freue ich mich über alle Schwachheit\, über
  Misshandlung\, Not\, Verfolgung und Bedrängnis\, um Christi willen. Denn
  wenn ich schwach bin\, dann bin ich stark.\n\n\n\n\n\n\nKontakt: Pfr.
  Andreas Fischer\n\nWeitere Infos:
  https://www.ref-rheinfelden.ch/veranstaltung/15943
SUMMARY:"Kraft in der Schwachheit" - Gottesdienst mit Predigt im Zyklus
  zur "Mystik des Apostels Paulus"
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