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LOCATION:Kirchgemeindehaus Kaiseraugst\, Mühlegasse 13\, 4303 Kaiseraugst
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DESCRIPTION:Ich kenne die Geschichte seit Kindesbeinen\, als mein Vater\,
  wenn ich verschlafen hatte\, mich dem Spruch zur Schule schickte: „Nimm
  dein Bett und geh!“ Und gerade eben\, beim Gottesdienst mit Begrüssung
  unserer Konfirmandinnen und Konfirmanden\, habe ich darüber gepredigt.\n
 \nDoch man entdeckt bei dieser wie bei jeder guten Geschichte immer wieder
  Neues. Und so werde ich anlässlich eines schlichten
  Sonntagmorgengottesdienstes im kleinen Kreis ganz ohne
  „Event“-Charakter ("richtig reformiert\, radikal reduziert") noch
  einmal Bezug nehmen auf die „Heilung eines Gelähmten“\, wie sie im
  Markusevangelium 2\, 1-12 überliefert ist:\n\nDie Heilung eines
  Gelähmten  (Mk 2\, 1-12)\n\n1 Und als er nach einigen Tagen wieder nach
  Kafarnaum ging\, wurde bekannt\, dass er in einem Haus sei. 2 Und viele
  versammelten sich\, so dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war. Und
  er sagte ihnen das Wort. 3 Da kommen einige\, die einen Gelähmten zu ihm
  bringen; vier von ihnen trugen ihn. 4 Und weil sie ihn wegen des
  Gedränges nicht bis zu ihm hinbringen konnten\, deckten sie dort\, wo er
  war\, das Dach ab\, rissen es auf und liessen die Bahre\, auf der der
  Gelähmte lag\, hinab. 5 Und als Jesus ihren Glauben sieht\, sagt er zu
  dem Gelähmten: Kind\, dir sind die Sünden vergeben!\n\n6 Es sassen dort
  aber einige Schriftgelehrte\, die dachten bei sich: 7 Was redet der so?
  Er lästert! Wer kann Sünden vergeben ausser Gott? 8 Und sogleich
  erkennt Jesus in seinem Geist\, dass sie solche Gedanken hegen\, und
  spricht zu ihnen: Warum hegt ihr solche Gedanken? 9 Was ist leichter? Zu
  dem Gelähmten zu sagen: Dir sind die Sünden vergeben\, oder zu sagen:
  Steh auf\, nimm deine Bahre und geh umher? 10 Damit ihr aber wisst\, dass
  der Menschensohn Vollmacht hat\, auf Erden Sünden zu vergeben - sagt er
  zu dem Gelähmten:\n\n11 Ich sage dir\, steh auf\, nimm deine Bahre und
  geh nach Hause! 12 Und der stand auf\, nahm sogleich die Bahre und ging
  vor aller Augen hinaus\, und alle waren fassungslos und priesen Gott und
  sagten: Nie haben wir solches gesehen!\n\nIn der Predigt werden
  „ketzerische“ Einsichten der wissenschaftlichen Theologie eine Rolle
  spielen\, wie jene\, dass die Geschichte offenbar nicht aus einem Guss
  geschrieben ist. Lassen Sie versuchsweise die Verse 6-10 weg – die
  Story wird so doch viel kohärenter\, oder? Offenbar ist eine
  ursprünglich einfach gestrickte Wundergeschichte durch ein theologisch
  stark aufgeladenes Streitgespräch mit den Schriftgelehrten ergänzt
  worden. Doch gerade so\, scheint mir\, wird die Geschichte richtig
  interessant!\n\nEbenfalls eine Rolle spielen werden Überlegungen des
  zeitgenössischen Theologen und Psychoanalytikers Eugen Drewermann.
  Drewermann verweist auf Sigmund Freud\, der die Heilung einer gelähmten
  Frau im psychoanalytischen Prozess beschreibt. Die biblische Geschichte\,
  die auf den ersten Blick mirakulös und auch befremdlich wirkt\,
  schildere\, sagt Drewermann\, „die Heilung von einer Krankheit\, die
  wir alle kennen\, weil wir alle mehr oder minder unter ihr leiden“.
  Wenn Jesus zum Gelähmten sagt: „Deine Sünden sind dir vergeben!“\,
  dann meint das nichts Moralisches\, es meint die „Schuld des ungelebten
  Lebens“. Es gelte\, sagt Drewermann\, mit der Geschichte und den darin
  handelnden Personen\, „gleichzeitig“ zu werden\, als wäre ich selber
  hier und heute in die Geschichte involviert\, sei es\n\n- als
  Gelähmter\,\n- als dessen Freunde\, welche „die Hindernisse
  wegzuräumen helfen\, die einen anderen Menschen daran hindern\, im
  eigentlichen seinem Heil zu begegnen“\n- als „Menschensohn\, der
  Vollmacht hat\, auf Erden Sünden zu vergeben“ (V. 10): Drewermann
  kommt zum radikalen Schluss\, dass Jesus mit dem „Menschensohn“ nicht
  nur sich selbst\, sondern potenziell jedes Menschenkind meine: „Jeder\,
  der von ihm etwas begriffen hat\, verfügt über die Macht\, im Namen
  Gottes Menschen von der Angst und der Last ihrer Schuld zu befreien.“\n
 \nHerzliche Einladung zu diesem Gottesdienst mit Predigt zu „Nimm dein
  Bett und geh" 2.0!\n\n\nKontakt: Pfr. Andreas Fischer\n\nWeitere Infos:
  https://www.ref-rheinfelden.ch/veranstaltung/14478
SUMMARY:Noch einmal: „Nimm dein Bett und geh!“
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