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LOCATION:Kirchgemeindehaus Kaiseraugst\, Mühlegasse 13\, 4303 Kaiseraugst
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DESCRIPTION:Herzliche Einladung – auch im Namen meines katholischen
  Kollegen\, Diakon Stephan Kochinky – zu diesem Gottesdienst mit Gesang
  des wunderbaren katholischen Kirchenchors „Vox Raurica“ unter der
  Leitung von Angelika Hirsch! Angelika Hirsch wird überdies gemeinsam mit
  unserer Pianistin Assel Abilseitova auf den beiden Flügeln musizieren.
  Besonders auf die Interpretation des Schweizerpsalms darf man sich
  freuen!\n\nAndreas Fischer\n\nUnd voilà noch ein paar Vorüberlegungen
  zur Predigt:\n\nWachstum oder Kontrast? Das Gleichnis vom Senfkorn\n\nVom
  1. September bis 4. Oktober\, dem Gedenktag des Schöpfungsheiligen Franz
  von Assisi feiern die Kirchen die ökumenische SchöpfungsZeit. In diese
  Zeit fällt auch der Eidgenössische Dank-\, Buss- und Bettag. Der
  vorgesehene Predigttext ist\, passend dazu\, der Schöpfung entnommen:\n
 \nJesus sagt: Das Reich Gottes ist wie ein Senfkorn\, das kleinste unter
  allen Samenkörnern auf Erden\, das in die Erde gesät wird. Ist es
  gesät\, geht es auf und wird grösser als alle anderen Gewächse und
  treibt so grosse Zweige\, dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels
  nisten können. (Markusevangelium 4\, 30-32)\n\nManche sagen\, das
  Senfkorn-Gleichnis betone das organische Wachstum. So entfaltet der
  bekannte zeitgenössische Theologe und Psychoanalytiker Eugen Drewermann
  die Botschaft des Gleichnisses mit den folgenden Worten:\n\n„Probiert\,
  euch selber und die Welt geduldiger\, bescheidener und freundlicher zu
  sehen. Vielleicht\, dass ihr dabei nicht nur euch selber ruhiger und
  harmonischer entfalten könnt\, ihr werdet zugleich auch von Gott viel
  mehr begreifen\, der doch einzig euer Glück und eure Reifung will.“
  (nach 350)\n\nAndere sehen im Gleichnis mehr den Kontrast betont\, so
  etwa der grosse Berner Dichter und Pfarrer Kurt Marti. Er schreibt:\n
 \n„Der Same minimal klein\, das Ergebnis maximal gross. Der Same ist ein
  Neugeborenes in der Futterkrippe – das Ergebnis der neue Himmel\, die
  neue Erde.“ (88)\n\nMarti stellt beklemmende Fragen an die in dem
  Gleichnis verheissene Zukunft:\n\n„Ist die von Jesus angesagte Zukunft
  Gottes nicht weithin verdunkelt von der Zukunft des Menschen\, in dessen
  Macht es steht\, dem Leben auf diesem Planeten von sich aus ein Ende zu
  bereiten?“\n\nUnd er fährt – wohlbemerkt: in einer Predigt\, die er
  vor 55 Jahren hielt – fort:\n\n„Haben die alten Leute nicht recht\,
  von denen ich immer mehr zu hören bekomme\, sie seien froh\, alles
  hinter sich zu haben\, sie möchten um keinen Preis mit den Jungen
  tauschen\, die einer düsteren Zukunft entgegengingen?“ (nach 91)\n
 \nVom Kontrast-Gleichnis her kommt eine andere Dimension in unsere
  Zukunftsszenarien hinein: Die Zukunft als „Neuschöpfung Gottes\, die
  unser Verstehen und Beschreiben-Können sprengt.“\n\n\nKontakt: Pfr.
  Andreas Fischer\n\nWeitere Infos:
  https://www.ref-rheinfelden.ch/veranstaltung/11617
SUMMARY:Ökumenischer Bettags-Gottesdienst
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